Label Art

Max Orlich

Photographie / Soziologie / Journalismus

 

Label Art - Kunst im öffentlichen Raum

Auf seiner dérive sucht der Künstler in der Stadt eine Wand für die Kunst. Und auf dérive befindet sich auch der Rezipient, der in der Stadt an der Wand nach Kunst sucht - oder häufiger und viel wirkungsvoller: sie einfach findet, zu ihr geleitet wird.

 

Produzent und Rezipient eint auf ihrem Weg durch die Stadt die Idee der Kunst als Alltagspraxis im alltäglichen Raum sowie die Freude an einer kritischen Um-Nutzung eben dieses Raums, an einer widerständigen Verarbeitung von Symbolen und Parolen.

 

"Je me promène. Principalement, je me promène." Am 9. Juni 2012 sind Dagmar Danko und Max Orlich mit Kamera, Pappkartons und Edding in Freiburg im Breisgau unterwegs. Sie laufen, schauen und labeln. Denn Kunst ist, was Menschen als Kunst bezeichnen.

 

Ist im Museum die Beschilderung Teil des Werks, bleibt Street Art in dieser Hinsicht unvollendet, aber auch anschlussfähig. Einen Nachmittag lang kreieren Danko und Orlich ein punktuelles und ephemeres Museum im öffentlichen Raum.

 

(Die Photographien finden Sie hier.)

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